Stories: Kurztrip nach London via Tegel

"International Airport Tegel"

Diese kleine Geschichte beschreibt unseren Eindruck vom Tegler Flug .... ähhhh .... platz:

Der Flieger (Air Berlin) ging um 6:15 Uhr. Normalerweise sollte man ja 2 Stunden vorher am Flugplatz sein - vorsichtshalber. Das stand auch auf der Tegler Homepage (NEIN, es gibt keinen Link!). Also dachten wir uns, "...fährst du mal rechtzeitig los, könnte ja ein Stau sein...". War natürlich nichts los - wir waren gegen 3 Uhr da. Das sollte eigentlich kein Problem sein, man kann sich im Flughafen hinsetzten.

Soviel zur Theorie

Tegel

Parken war kein Problem - abgesehen vom Preis, der für 3 Tage doppelt so hoch ist, wie 2 Wochen München. Dann kamen wir aus dem Parkhaus, gingen dynamisch auf die erstbeste Tür im hell erleuchteten Terminal zu und ... fast hätte es geklappt ... RUMS - zu. Weit und breit nix Schild mit Öffnungszeiten. Zettel von wegen "...bin gleich zurück..." gab's auch nicht. Daraus schlossen wir deduktiv: die Klitsche hat noch zu!

Da haben wir uns auf einem Gepäckwagen "bequem" gemacht. Dann kam eine vollbesetzte Caravelle vorbeigfahren: Security. Die haben uns dann gesagt, daß gegen halb 4 geöffnet wird. Das geschah dann auch viertel vor 4 ;-)

Das nächste Highlight waren die Öffnungszeiten der Läden im Flughafen. Alles machte gegen 5 auf. Um halb 5 warteten schon die ersten mit tropfendem Zahn vor den Freßtempeln und sahen dem Personal beim Einräumen und Kaffeetrinken zu...

Der CheckIn

Wir dachte ja, organisatorisch war jetzt keine Steigerung mehr drin - denkste. CheckIn war kein Problem - wir waren ja zeitig genug da ;-) Zum Problem artete es erst dann aus, als wir uns zum Boarding begeben wollten. Wo kamen denn auf einmal die Massen an Leuten her?? Und warum stehen die alle einer Reihe vor dem Paßschalter??

Nachdem wir uns an der (geschätzt 150m) Schlange vorbeigedrängelt hatten, haben wir festgestellt, dass doch tatsächlich 5-6 Flüge über 2 Paßschalter und anschließend 2 Security Checks geleitet wurden. WOW - welch geniale Planung! Einzeln die nächsten Flüge aufzurufen ist Luxus. Was soll's - vordrängeln macht Spaß (es haben auch nur sehr wenige blöd geschaut...)

Durch die routinierte Organisation hatten wir auch nur 15min Verspätung. Das lag allerdings am Gestesblitz eines Mitarbeiters, der in einer Durchsage die ersten Flüge (Zürich und wir) auf einen Schalter umgeleitet hatte - die anderen durften zusammen vor dem anderen warten!

Das Mail

Nach unserer Rückkehr hab ich etwas stinkig ein Mail an's Marketing/PR des Flughafens geschickt:

Sehr geehrte Damen und Herren,
nachdem wir das Glück hatten, von Tegel anfang Juli nach London zu fliegen, möchte ich Sie hiermit zu Ihrem weltmännisch geführten und der Bundeshauptstadt auf vollste Weise angemessenen Airport beglückwünschen.

Lassen Sie mich kurz erklären, worauf sich mein aus tiefster Seele empfundenes Lob begründet: Zum einen ist es eine super Idee, den Flughafen erst in der Früh gegen 3:45 zu öffnen. So wird das ganze Pack draussen gehalten, dass Ihren Flughafen nur als Wartesaal oder gar als Absteige nutzen will. Ab besten fand ich neben der Zeit als solche auch die fehlenden Hinweise auf diese öffnungszeiten. Das sagt mir, dass Sie vorausschauend handeln und und Ihre Gegner erst einmal verwirren... Leider g ab es bei unserer Ankunft noch einige (abgeschlossene - sehr gut!) Gepäckwagen. Darauf konnten wir uns setzen und die Wartezeit war bequemer zu überbrücken. Ich denke, Sie haben den Hinweis verstanden und werden diese fatale Bequemlichkeit noch beseitigen! Schliesslich kann jeder so planen, dass er genau 2h vor Abflug am Flughafen eintrifft - gerade bei dem wenigen überschaubaren Verkehr auf den dt. Autobahnen!

Als zweites möchte ich Sie zu der Entscheidung beglückwünschen, sämtliche Läden erst um 5:00 zu öffnen. Es gab nichts Unterhaltsameres, als die dichten Menschentrauben zu beobachten, die sich gg. 4:30 vor geschlossenen Türen sammelten und dem Personal beim Einräumen der Auslagen zusahen! Natürlich ist es nur verständlich, dass die privat geführten Toiletten auch erst später öffneten - schliesslich gab es ja auch noch nichts zu trinken, also gibt es keinen Anlass zum öffnen.

Als Höhepunkt stufe ich den Ablauf beim Boarding ein:
Hier haben Sie sich organisatorisch übertroffen! 2 Passschalter für 5 Flüge; eine Schlange von ca. 150m, bei der man nicht weiss: ist das jetzt der Check-In oder das Boarding; 2 Securitydesks für 5 Flüge - all dies liess richtige Vorfreude aufkommen.
Leider gab es dann irgendwann (10min. vor dem geplanten Abflug) auch schon die Durchsage, dass die beiden ersten Flüge (London und Zürich) jetzt ausschliesslich den ersten Schalter nehmen sollten und die restlichen den anderen! Das hat mir ein wenig den Spass verdorben. Aber ich denke, daran arbeiten Sie noch. Leider nahmen wir dann noch den richtigen Bus zu unserem Flieger - allerdings durfen wir 15min in diesem warten und das schöne Interieur bewundern.

Angesichts dieser Höhepunke wage ich gar nicht, auf die Ankunft zu verweisen. Hier gefiel mir besonders, dass die Gepäckwagen nicht etwa beim Gepäckband stehen, sondern halt woanders. Die Reisenden finden diese gesammelt (Gepäckwagen-Pool?) in der nächsten Halle. Hier machte es aber keinen Spass mehr, diese Wagen zu benutzen, da man eh schon draussen war.
Als logische Konsequenz der niedrigen Parkgebühren sehe ich auch den nicht funktionierenden Aufzug zum Parkdeck. Schliesslich kostet alles Geld, und denn man soooo günstig ist, wie Sie (Frankfurt 2 Wochen = 120EUR; München 2 Wochen 85EUR) - nämlich für 3 Tage 66 EUR verlangt, dann kann man sich nicht um alles kümmern, gelle?? Ausserdem tragen Sie so zur Volksgesundheit bei - Spitze!!

Alles in allem also ein gelungener Besuch Ihres Airports.
ICH SEHNE SCHON DEN NEUEN GROSSFLUGHAFEN HERBEI - ICH HOFFE, DIE VERANTWORTLICHEN WERDEN ÜBERNOMMEN!

Mit tief empfundenem Dank
Rene Weiss

Die Antwort

Sehr geehrter Herr Weiss,

wir haben Ihre Beschwerde erhalten und bedauern Ihre Unannehmlichkeiten. Wie Ihnen sicherlich bekannt ist, hat der Flughafen Tegel bereits seine Kapazitäten während der täglichen Verkehrsspitzen erreicht. Aus diesem Grund kommt es leider, dass bei gleichzei-tig abgehenden Flügen Situationen entstehen, die Sie erlebt haben. Nach Aussagen des Bundesgrenzschutzes gilt hier am Flughafen Tegel nach wie vor die Bestimmung, die besagt, dass eine hundertprozentige Gepäck- und Personenkontrolle durch Zuführen einer Röntgenkontrolle bei den gegenwärtigen Luftsicherheitsbestimmungen gewährleistet sein muss. Grundsätzlich sind wir bemüht, im Rahmen unserer Möglichkeiten, eine Entzerrung vorzunehmen und deshalb hat der Flughafen Tegel veranlasst, dass zwei weitere Sicherheitskontrollen eingerichtet werden.
Zu den öffnungszeiten im Speziellen und Ihren weiteren Beschwerden können wir Ihnen mitteilen, dass wir Ihr Schreiben zum Anlass genommen haben und Ihre Hinweise an unsere Fachabteilungen weitergeleitet haben. Eine interne Auswertung wird umgehend eingeleitet.

Wir hoffen nun bei Ihrem nächsten Besuch auf einen reibungslosen Verlauf und verbleiben

mit freundlichen Grüssen
Berliner Flughafen-Gesellschaft mbH
i.A.
A. Wahnelt
Beschwerdemanagement TXL

OK, das ist akzeptabel. Eine gesunde Mischung aus Standardfloskeln und Antworten zum Thema. Mal sehen, was draus wird - wenigstens die Öffnungszeiten sollten ja nun auf der Webseite erwähnt werden.
Ist übrigens Klasse, das das Mail richtig interpretiert wurede - ich hatte auch schon Fälle, die haben sowas als Lob angesehen ;-)

London 04.-06.07.2005

Also zuallererst: London ist eine schöne Stadt - aber nicht meine...

London

Was mich besonders stört, ist das völlig (subjektiv!) planlose Zustellen der alten, historischen Struktur mit seelenlosen Glaspalästen. Beispiel: Direkt neben dem Tower ist ein modernes Bürohaus - DAS PASST EINFACH NICHT! Ganz zu schweigen von dem Fabergé-Ei im Zentrum (siehe Bild)... Die Gebäude aus Zeiten des Empire sind nämlich wirklich beeindruckend!

Nun zum positiven: Ich glaube, es gibt kaum eine Stadt, in der zu jeder Zeit auf den Strassen soviel los ist. Das Wuhling ist phänomenal! Oxford Street und Piccadilly ist fast kein Durchkommen. Alle Geschäfte sind bis spät abends und auch am SO offen (Hallo, Deutschland!) An jeder Ecke gibts was zu essen. Die Erreichbarkeit durch Bus und Tube ist genial. Trotzdem sind uns fast die Füße abgefault - man ist eben nichts mehr gewohnt...

Tragisch: Einen Tag, nachdem wir zurück waren, hat's in der Circle Line gekracht - in der sind wir fast ausschliesslich gefahren!! Nur wer mal da war, weiß, was London ohne die Tube ist!

Die komplette Bildgalerie gibts hier...

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